Das Sulcis-Iglesiente ist nicht nur Meer: Fast zwei Jahrhunderte lang war es eines der bedeutendsten Bergbaugebiete Europas, in dem Blei, Zink und Kohle abgebaut wurden. Dieses Erbe wird heute vom Parco Geominerario Storico e Ambientale della Sardegna geschützt, der 1998 von der UNESCO anerkannt wurde — als erster Geopark der Welt überhaupt. Er erstreckt sich über 3.500 km² und 81 Gemeinden, doch die spektakulärsten Stätten, jene direkt am Meer, liegen alle auf wenigen Kilometern Küste nördlich von Portoscuso.
Was man sehen sollte, nach Entfernung geordnet
Drei Orte, alle in einem einzigen halb- oder ganztägigen Ausflug erreichbar:
- Laveria Lamarmora in Nebida — die Anlage, in der das Erz gewaschen und sortiert wurde, hoch über der Klippe. Sie ist zu besichtigen und bleibt einer der meistfotografierten Orte der Gegend.
- Porto Flavia in Masua — der 1924 in den Fels geschlagene Verladehafen mit Blick auf Pan di Zucchero. Dazu gibt es einen eigenen Artikel, denn er verdient einen.
- Galleria Henry in Buggerru — eine weitere Mine hoch über dem Meer, etwas weiter entlang derselben Küste.
Wer weiter Richtung Südosten, nach Carbonia, möchte, findet dort auch die Grande Miniera di Serbariu, heute ein Kohlemuseum, für ein jüngeres (20. Jahrhundert) Kapitel der sardischen Bergbaugeschichte.
Warum Portoscuso der richtige Ausgangspunkt ist
Villa Red Melons ist eine praktische Basis für diese Runde: Nebida und Masua sind etwa 25–30 Autominuten entlang der Küste entfernt — eine Fahrt, die schon für sich genommen sehenswert ist. Sie können noch am selben Tag zurück sein, wirklich duschen und am Meer zu Abend essen, statt fernab der Küste zu übernachten. Privater Parkplatz inklusive, falls Sie mit dem Auto anreisen.
Praktische Tipps
- Bequeme Schuhe mitbringen: Viele Stätten werden zu Fuß auf unbefestigten Wegen oder Treppen besichtigt, nicht nur auf Asphalt.
- Manche Stätten (wie Porto Flavia) sind nur mit Führung zu festen Zeiten zugänglich: Buchen Sie im Voraus, besonders in der Hochsaison.
- Wenn Sie nur Zeit für eine Stätte haben, wählen Sie Porto Flavia oder die Laveria Lamarmora — die zwei bekanntesten und am besten für Besucher organisierten.
Schreiben Sie uns auf WhatsApp, wir helfen Ihnen, einen Tag zwischen Minen und Meer zu planen: +39 347 915 5119.

