Villa Red Melons
Die Tonnara di Su Pranu in Portoscuso

Foto: Marco C. / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Aus dem Blog · Tonnara Su Pranu

Die Thunfischfalle von Portoscuso, vierhundert Jahre Roter Thun

Vom spanischen 16. Jahrhundert bis zu den heutigen Genossenschaften: die Geschichte des Thunfischfangs, der Portoscuso geprägt hat.

Alles begann im 16. Jahrhundert, als der Kaufmann Pietro Porta aus Cagliari große Thunfischschwärme vor Capo Giordano meldete, nur wenige Schritte von der heutigen Villa Red Melons entfernt. Er erhielt die Genehmigung der spanischen Krone unter der Herrschaft Philipps II., und so entstand die Tonnara di Su Pranu. Im 17. Jahrhundert wurde sie zu einer der ertragreichsten Thunfischfallen im Mittelmeer — so sehr, dass König Philipp IV. sie angesichts leerer Staatskassen an den Genuesen Geronimo Vivaldi verkaufte.

Wie die Mattanza ablief

Jeden April legten die Tonnarotti (Thunfischfischer) 4 bis 5 km Netze aus, angeordnet in einer Reihe von „Kammern", die den Thunfisch immer tiefer in die sogenannte Todeskammer lenkten. Etwa einen Monat später leitete der Rais — der Fangleiter — die Boote durch die letzte Phase: Die Netze wurden hochgezogen, sodass der Thunfisch an die Oberfläche gedrängt und mit der Harpune erlegt werden konnte. Am Abend vor der Mattanza versammelten sich die Fischer zum Gebet in der Kapelle des Heiligen Antonius, um einen guten Fang zu erbitten — ein Ritual, das viel darüber aussagt, wie sehr diese Arbeit zugleich Wirtschaft und Glaube war.

Die Thunfischfalle blieb bis etwa 1973 in Betrieb, danach folgte eine Zeit des Stillstands. 1983/84 wurde der Betrieb unter dem Namen Tonnara Su Pranu Portoscuso wieder aufgenommen, heute Teil der Genossenschaft Tonnare Sulcitane — eine fast 470 Jahre alte Tradition, die fortbesteht, wenn auch in anderer Form als ursprünglich.

Was heute noch zu sehen ist

Das historische Gebäude der Thunfischfalle mit seinen Bögen über dem Wasser steht noch und ist einer der meistfotografierten Orte in Portoscuso — ein Stück Geschichte, das man ohne Museum besichtigen kann. Ein Spaziergang dorthin, am besten bei Sonnenuntergang, ist eine der einfachsten Arten zu verstehen, warum dieser Ort so heißt, wie er heißt.

Warum Sie hier übernachten sollten

Villa Red Melons liegt nur wenige Gehminuten sowohl von der Thunfischfalle als auch vom Strand von Portopaglietto entfernt: Sie können dieses Stück Lokalgeschichte noch am Ankunftsabend besichtigen, ganz ohne das Auto zu bewegen.

Praktische Tipps

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Foto folgt in Kürze
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